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Ausbaustrecke Emmerich–Oberhausen: Kommunen und Deutsche Bahn stellen Lösung für das ganzheitliche Rettungskonzept vor

In insgesamt weit mehr als 100 Arbeitsgesprächen, Streckenbegehungen und Projektbeiratssitzungen wurde eine tragfähige Verabredung über ein ganzheitliches Rettungskonzept an der Ausbaustrecke erarbeitet. Die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der sieben Anrainerkommunen und ihre Feuerwehrchefs signalisieren diesem ganzheitlichen Rettungskonzept im Zuge der anschließenden Planrechtsverfahren zustimmen zu wollen.

„Das war eine Kraftanstrengung für alle Beteiligten. Ich bin sehr froh, dass es uns gemeinsam gelungen ist, ein ganzheitliches Rettungskonzept zu erarbeiten, mit dem wir jetzt in das formale Anhörungsverfahren gehen können “, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

„Es ist gut, dass wir bei der Betuwe-Linie wieder einen großen Schritt vorangekommen sind. Die Sicherheitsvorkehrungen des Rettungskonzepts sind modern und zeitgemäß und ich bin optimistisch, dass dies die Akzeptanz von Kommunen, Feuerwehren und den Menschen vor Ort finden wird“, ergänzte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. „Diese Einigung konnte nur gelingen, weil alle Seiten aufeinander zugegangen sind.“

Mit diesem ganzheitlichen Rettungskonzept wird die Löschwasserversorgung und Zuwegung entlang der Strecke geregelt. Das gesamthafte Paket wird mit der Finanzierung von insgesamt 10,5 Millionen Euro aus dem vorhandenen Gesamtfinanzierungsanteil des Landes in Höhe von 450 Millionen Euro ermöglicht.

„Dieses ganzheitliche Rettungskonzept kann ich wirklich guten Gewissens empfehlen. Für Bürgerinnen und Bürger wird der größtmögliche Schutz gewährleistet“, so Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks.

1. Löschwasserversorgung

Die Löschwasserversorgung entlang der Strecke wird durch die Bereitstellung von vier Hytrans Fire Systemen (HFS, hochleistungsfähige Pumpen) sichergestellt. Diese können über einen langen Zeitraum große Wassermengen mit hohem Druck  bereitstellen, weit mehr als es über die herkömmliche kommunale Wasserversorgung möglich ist.

Die HFS werden in den Städten Dinslaken, Wesel, Oberhausen und Emmerich stationiert. An diesen Standorten kann das zur Bedienung der Systeme notwendige Personal ausgebildet und vorgehalten werden. Die HFS werden von hier aus für die gesamte Strecke genutzt. Darüber hinaus wird ein Schlauchwagen in Hamminkeln bereitgestellt. Zusätzliche Löschwasser-entnahmestellen ergänzen diese Lösung.

2. Zuwegungen

Es sind nunmehr 291 Zugänge definiert, die im Durchschnitt in einem Abstand von unter 250 Meter voneinander entfernt angelegt werden. Für die Festlegung, wo die Zugänge eingerichtet werden, waren die spezifischen örtlichen Gegebenheiten wie Topografie, Verkehrserschließung, Abstände zwischen Brücken sowie die Brückenlängen, natürliche Zuwegungsmöglichkeiten und die bereits bestehende Rettungsinfrastruktur maßgebend.

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