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Bindeglied für Europa: Baubeginn der Ausbaustrecke Emmerich–Oberhausen

Feierlicher Spatenstich in Oberhausen

(Duisburg) Heute erfolgte der feierliche Spatenstich für die Ausbaustrecke von der Grenze Deutschland/Niederlande über Emmerich bis Oberhausen. Damit haben Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dr. Pawel Wojciechowski, Europäischer Koordinator für den Rhein-Alpen-Korridor, Europäische Kommission und Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, den Startschuss für den Ausbau der 73 Kilometer langen Strecke gegeben. 

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Alle Fotos von: Christoph Jendral 

Sie ist Teil des Güterverkehrskorridors zwischen Rotterdam und Genua und hat damit eine herausragende Funktion für den internationalen Reise- und Güterverkehr. Auf einer Länge von 1300 Kilometer führt die Strecke von den Nordseehäfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam zu den norditalienischen Mittelmeerhäfen. Sie verbindet wichtige Industriestandorte der Niederlande, Deutschlands, der Schweiz und Italiens.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek: „Der größte europäische Binnenhafen in Duisburg erhält nun einen schnelleren Zugang über das Rotterdamer Containertor in die gesamte Welt. Damit stärken wir die Position des Landes als Logistikdrehscheibe Nummer Eins und als Jobmotor.“

Grafik: Zur Historie

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Mit dem Ausbau wird eine weitere Lücke im Transeuropäischen Verkehrsnetz geschlossen. Neben der Bedeutung für das europäische Schienennetz, gehört die Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen zu den größten Infrastrukturvorhaben in Deutschland. Damit wird nicht nur der Schienenverkehr für Güter und Personen in der Region gestärkt, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung von Niederrhein und Ruhrgebiet.

„Mit dem dreigleisigen Ausbau wird der herausragenden Funktion der Strecke für den regionalen und europäische Reise- und Güterverkehr Rechnung getragen. Die Handels- und Verkehrsachse bringt Europa näher zusammen und stärkt die europäische Wirtschaft“, erläutert Ronald Pofalla.

„Unser Ziel ist, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Mit dem Ausbau tragen wir dazu bei, den mit Abstand wichtigsten Güterverkehrskorridor in Deutschland und Europa fit für die Zukunft zu machen. Auch die Kapazitäten für den Fern- und Nahverkehr werden erhöht. Allein der Bund investiert in den Ausbau 750 Millionen Euro. Damit stärken wir die Wirtschaft in der Region und darüber hinaus. Und vom verbesserten Schallschutz profitieren alle Anwohner“, sagt der Staatssekretär Enak Ferlemann.

An der Strecke sind umfangreiche Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Die Deutsche Bahn hat sich zum Ziel gesetzt, den wahrgenommenen Lärm durch Schienenverkehr bis 2020 zu halbieren. Dazu gehören umfassende Maßnahmen, wie beispielsweise die Umrüstung der Güterzüge mit Verbundstoffbremsen (Flüsterbremsen). Bereits jetzt ist die Hälfte des Wagenparks der DB Cargo mit den neuen leisen Bremssohlen ausgerüstet. Bis 2020 werden alle Güterzüge der DB Cargo umgerüstet sein.

Interaktive Grafik: Schallsituation vor und nach dem Ausbau

Die Ausbaustrecke Emmerich–Oberhausen ist Pilotprojekt für das „Building Information Modeling“. Hier werden alle Planungsunterlagen und -daten in einem 3D-Modell digital erfasst und mit den Terminen- und Kostenplänen vernetzt. Ziel ist die Optimierung der Planung aller Bauwerke, der Abläufe, Termine und Kostenpläne sowie eine effektivere Bauausführung. Damit kann man bereits in der Planungsphase durch dreidimensionale Bilder zeigen, wie die zukünftige Ausbaustrecke aussehen wird. Diese Art der Darstellung erleichtert den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, da die Planung transparent und für jeden anschaulich gemacht wird.

„Die frühe Information der Bürgerinnen und Bürger und der kontinuierliche Austausch mit allen Beteiligten ist uns sehr wichtig. Nur im offenen Dialog können wir Akzeptanz für unser Projekt schaffen“, erklärt Ronald Pofalla.

In Wesel wurde ein Informationszentrum eingerichtet. Den Besuchern wird hier die Möglichkeit gegeben, sich von Experten die geplanten Schallschutzmaßnahmen erläutern zu lassen und umfassende Informationen zum Ausbau zu erhalten.

Grafik: Aktueller Stand des Projekts

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