Diese Website ist für die Nutzung mit aktuellen Browser-Versionen und auf mobilen Endgeräten (Tablet, Mobiltelefon) optimiert. Die Verwendung von älteren Browsern kann daher zu Fehlern in Darstellung und Funktionalität führen. Bitte verwenden Sie Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.

Erörterungstermin für Oberhausen-Sterkrade (Planfeststellunsabschnitt 1.2) steht an

Medienpaket mit virtuellem Flug

(Duisburg) Ab dem 25. April findet der Erörterungstermin für den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1.2 Oberhausen-Sterkrade statt. Die Bezirksregierung Düsseldorf lädt als zuständige Anhörungsbehörde die Einwender, Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange und die Deutsche Bahn als Vorhabenträgerin zu diesem nicht-öffentlichen Termin ein. Alle Beteiligten können dort ihre Einwände und Anmerkungen zu dem Verfahren vertiefend vortragen.

Der Termin findet in der Luise-Albertz-Halle, Düppelstraße 1 in 46045 Oberhausen statt. Beginn ist um 10 Uhr, Einlass ab 9 Uhr.

Die Deutsche Bahn hat die Planungen für den Planfeststellungsabschnitt 1.2 am 17. Dezember 2012 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Insgesamt sind im Rahmen der durchgeführten Offenlage ca. 436 private Einwendungen und 43 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie in der im Nachgang durchgeführten Offenlage im Rahmen eines Deckblattes 23 Einwendungen und 37 Stellungnahmen eingereicht worden. Die Einwendungen und Stellungnahmen sind von Experten der Deutschen Bahn und von externen Fachleuten – beispielsweise Schall- und Erschütterungsgutachtern – geprüft und erwidert worden. Die Deutsche Bahn hat in Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf die Erwiderungen vorab an die Einwender versandt.

Video

 

Virtueller Flug über den PFA 1.2 (Oberhausen-Sterkrade)

X

Über den Planfeststellungsabschnitt

Der Planfeststellungsabschnitt 1.2 Oberhausen ist rund 7 Kilometer lang. Zum Schutz vor Schall sind Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rd. 10,6 Kilometer Länge geplant. Dadurch wird insbesondere das dichter besiedelte Ortsgebiet von Oberhausen Sterkrade und Schmachtendorf vor Schall geschützt. Zudem ist auf der Ausbaustrecke sowie dem Abzweig Grafenbusch als aktive Schallschutzmaßnahme das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) auf allen Streckengleisen in einer Gesamtlänge von 16,6 Kilometer vorgesehen. Die Planungen sehen derzeit für rund 3.100 Gebäude zusätzlich einen Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach vor. Zum Schutz vor Erschütterungen sollen auf der Ausbaustrecke sowie dem Abzweig Grafenbusch auf einer Gleislänge – verteilt auf drei bzw. vier Gleise – von rd. 22 Kilometern „besohlte Schwellen“ sowohl in den bestehenden Gleisen wie auch im neuen dritten Gleis eingebaut werden. Zusätzlich werden auf einer Länge von rd. 1,7 km die Gleise in speziellen erschütterungsmindernden Schottertrögen verlegt.

Insgesamt müssen im PFA 1.2 die derzeit bestehenden fünf Bahnübergänge zurückgebaut werden. Für die beiden Bahnübergänge „Sternstraße“ und „Hühnerstraße“ werden Eisenbahnüberführungen für den Fußgänger- und Radverkehr (EÜ(F)) errichtet. Der BÜ „Rosastraße“ wird durch die Straßenüberführung (SÜ) „Rosa-/Rothofstraße“ ersetzt, die sich im PFA 1.1 befindet. Der BÜ „Weseler Straße“ wird geschlossen. Als Ersatz hierfür wird durch die Stadt Oberhausen südwestlich der Bahnstrecke die Verlängerung der Weseler Straße (L 215n) ab Höhe der Sternstraße bis zur Weierstraße gebaut. Die SÜ „Weierstraße“ wird neu gebaut, die SÜ „BAB A 3“ (Bundesautobahn A 3) wird für das neue Gleis erweitert. Die EÜ „Schmachtendorfer Straße“ muss ebenfalls für das zusätzliche Gleis erweitert werden.

Im Bahnhof Oberhausen-Sterkrade werden zwei neue Mittelbahnsteige gebaut. Diese weisen eine Höhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante auf und ermöglichen so einen bequemeren Einstieg in die Züge. Darüber hinaus wird die Personenunterführung neu gebaut und kann in Zukunft über Rampen zur Straße sowie über Aufzüge zum Bahnsteig barrierefrei erreicht werden.

Im Haltepunkt Oberhausen-Holten wird der bestehende Bahnsteig in Richtung Emmerich zurückgebaut und durch einen neuen, ebenfalls erhöhten Bahnsteig ersetzt. Der gegenüberliegende Bahnsteig in Richtung Oberhausen wird in gleicher Weise erneuert; beide Bahnsteige können über Rampen barrierefrei erreicht werden. Dies erleichtert nicht nur Rollstuhlfahrern den Zugang, sondern auch Radfahrern.

Klicken Sie auf das Bild, um sich die Schallsituation vor und nach dem Ausbau anzuschauen. 

Über den Erörterungstermin:

Der Erörterungstermin ist ein nicht-öffentlicher Termin. Zugelassen durch die Bezirksregierung als Veranstalterin und Verhandlungsleitung sind die Träger öffentlicher Belange (z.B. Kommunen, Behörden, Verbände), die eine Stellungnahme eingereicht haben, sowie all jene, die während der Offenlage oder der anschließenden zweiwöchigen Frist ihre Einwendungen schriftlich im Rathaus oder bei der Bezirksregierung eingereicht haben. Zudem sind von der Planung Betroffene zugelassen – sie haben allerdings im Erörterungstermin kein Rederecht. Ziel des Erörterungstermins ist es unter anderem, Transparenz für den Abwägungsvorgang zwischen den öffentlichen und den privaten Interessen herzustellen, den das Eisenbahn-Bundesamt im weiteren Verlauf des Planfeststellungsverfahrens bei seiner Entscheidung zugrunde legen wird. Damit will der Gesetzgeber Akzeptanz für die Entscheidung, aber auch für die bei der Planung leitenden Gedanken schaffen. Der Erörterungstermin soll auch den Einwendern die Möglichkeit geben, ihre Bedenken und Anregungen, die sie bereits schriftlich erläutert haben, vorzutragen. Das ermöglicht der zuständigen Behörde, den Antrag der Deutschen Bahn im Hinblick auf die Belange der Betroffenen zu prüfen, zu bewerten und ggf. zu verändern.

Die nächsten Schritte im Verfahren:

Gegenstand der Erörterung sind neben der Genehmigungsplanung auch Planungsänderungen, die in ein Deckblatt eingearbeitet wurden. Hier handelte es sich beispielsweise um Änderungen von Straßenführungen, Trassierungsänderungen, der Verlegung eines Hochspannungsmastes u.a. Änderungen. Etwaige weitere Planungsänderungen werden nach Planfeststellungsbeschluss im Rahmen eines Planänderungsverfahrens in dem Planfeststellungsverfahren Berücksichtigung finden. 

Präsentation mit weiteren Informationen

Hier können Sie sich eine Präsentation mit weiterführenden Informationen zu den geplanten Maßnahmen im PFA 1.2 herunterladen.

Zurück