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Informationen zum Erörterungstermin

Planfeststellungsabschnitt 3.3 Emmerich-Praest

Geplante Maßnahmen:

Der Planfeststellungsabschnitt 3.3 Emmerich-Praest ist ca. 4.450 Meter lang. Das dritte Gleis wird vom Start des Abschnittes an der Kommunalgrenze Rees, etwa 250 Meter vor dem Bahnübergang „Kerstenstraße“ bis auf Höhe des Neubaugebietes „Praestsches Feld“ linksseitig – südlich der Gleise - geführt. Im anschließenden Bereich des Ortsteils Vrasselt bis zum Abschnittsende wird das Gleis aufgrund der geringeren Bebauung rechts der vorhandenen Gleise gebaut.

Im Planfeststellungsabschnitt sind ca. 8.000 Meter Schallschutzwände vorgesehen. Sie variieren in der Höhe zwischen zwei und vier Meter. Für etwa 260 Wohneinheiten sind passive Schallschutzmaßnahmen geplant. Auf einer Gesamtlänge von rund fünf Kilometern soll das „Besonders überwachte Gleis“ eingesetzt werden. Insgesamt wird sich die Schallsituation entlang der Strecke deutlich verbessern. Im Siedlungskern von Praest beispielsweise werden sich die Pegelwerte um 10 - 15 dB(A) verringern. Bei einer Verringerung von 8 – 10 dB(A) spricht man von einer Halbierung der der Schallbelastung.

In den Ortsbereichen von Berg, Praest und Vrasselt ist auf einer Länge von etwa 4.000 Meter der Einbau von besohlten Schwellen zur Schutz vor Erschütterungen geplant. Im Ortsbereich Praest wird das neue Gleis zum gleichen Zweck in einem Schottertrog verlegt.

Im Planfeststellungsabschnitt 3.3 Emmerich Praest sind auf der Gesamtlänge von rund viereinhalb Kilometern noch sieben Bahnübergänge vorhanden. Sie werden beseitigt und überwiegend durch neue Brückenbauwerke ersetzt. Die Straßenüberführung „Baumannstraße“ wird den Bahnübergang Kerstenstraße ersetzen. An der Sulenstraße entsteht eine Eisenbahnüberführung für Radfahrer und Fußgänger. Für die Übergänge „Raiffeisenstraße“ und „Von-der-Recke-Straße“ wird die Eisenbahnüberführung „Praestsches Feld“ gebaut. Die Broichstraße erhält eine neue Eisenbahnüberführung. Über den Bau einer weiteren Eisenbahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer laufen derzeit noch Verhandlungen zwischen der Stadt Emmerich und der Deutschen Bahn.

Als vorgezogene Maßnahme wird derzeit bereits die Straßenüberführung „Baumannstraße“ gebaut, für die bereits Baurecht erteilt wurde. Sie ist nicht Bestandteil dieses Planfeststellungsverfahrens und deshalb auch nicht Gegenstand des Erörterungstermins.

Am Haltepunkt Praest werden die beiden Bahnsteige ersetzt und um rund 150 Meter in Richtung Emmerich verschoben. Das neue Mittelgleis erhält keinen eigenen Bahnsteig, da das Gleis nur der Zugdurchfahrt dient. Zum jeweils gegenüberliegenden Bahnsteig gelangt man künftig durch die neue Eisenbahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer, die als Ersatz für den Bahnübergang „Sulenstraße“ dient.

Mögliche Themen im Erörterungstermin

Schallschutz: Das Thema Schallschutz ist von den Bürgerinnen und Bürger in ihren Einwendungen adressiert worden. Hier geht es beispielsweise um die Berücksichtigung des Schienenbonus. Die Deutsche Bahn hat nach den rechtlichen Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und der 16. Verordnung zur Durchsetzung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes geplant, die für das laufende Verfahren anzuwenden sind. Auch die konkrete Ausgestaltung der Schallschutzwände beschäftigt die Betroffenen. Allerdings ist die Gestaltung der Wände nicht Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens. Hier wird ausschließlich geprüft, ob die Planungen das Schutzziel zur Lärmminderung erzielen. Die Gestaltung der Schallschutzwände wird im Rahmen der Ausführungsplanung mit den Kommunen abgestimmt. Hier wird auch besprochen, ob und wie beispielsweise transparente Schallschutzwände eingebaut werden können, da sie nicht die gesetzlich geforderte hoch absorbierende Wirkung besitzen.

Beseitigung von Bahnübergängen: Im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus werden alle Bahnübergänge beseitigt und durch neue Brückenbauwerke ersetzt. Aufgrund der mit sieben Bahnübergängen hohen Dichte an Bahnübergängen im Planfeststellungsabschnitt ist geplant, den Bahnübergang „Schwarzer Weg“ aufzuheben und den Übergang „Grüne Straße“ durch den Ausbau eines Seitenwegs an die neue Eisenbahnüberführung Broichstraße anzuschließen. Noch in Abstimmung ist die zusätzliche Realisierung einer Eisenbahnüberführung für Radfahrer und Fußgänger für den Bahnübergang „Von-der-Recke“-Straße.

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