Diese Website ist für die Nutzung mit aktuellen Browser-Versionen und auf mobilen Endgeräten (Tablet, Mobiltelefon) optimiert. Die Verwendung von älteren Browsern kann daher zu Fehlern in Darstellung und Funktionalität führen. Bitte verwenden Sie Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.

Erörterungstermin für Voerde-Friedrichsfeld (Planfeststellungsabschnitt 2.1) steht an

Medienpaket mit virtuellem Flug

(Duisburg) Am 9. März 2016 lädt die Bezirksregierung Düsseldorf zum Erörterungstermin für den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 2.1 Voerde-Friedrichsfeld ein. Der Termin findet statt in der Sport- und Mehrzweckhalle des BSV Friedrichsfeld „Alte Emmelsumer 1868 e.V.“, Ulrichstraße 42, Wesel. Ein-lass ist ab 9.00 Uhr, Beginn des Erörterungstermins ist 10.00 Uhr. Die Deutsche Bahn hat die Planungen für den Planfeststellungsabschnitt 2.1 am 31. August 2012 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Insgesamt sind im Rahmen der Offenlage ca. 400 private Einwendungen und 46 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange eingereicht worden. Die Einwendungen und Stellung-nahmen sind von Experten der Deutschen Bahn und von externen Fachleuten – beispielsweise Schall- und Erschütterungsgutachtern – geprüft und erwidert worden. Die Deutsche Bahn hat in Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf die Erwiderungen vorab an die Einwender versandt.

Video

 

Virtueller Flug über den PFA 2.1 (Friedrichsfeld)

X

Über den Planfeststellungsabschnitt

Der Planfeststellungsabschnitt 2.1 Voerde-Friedrichsfeld ist 2,4 Kilometer lang. Zum Schutz vor Schall sind Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 4,1 Kilometer geplant. Das ermöglicht eine durchgehende Schallschutzwand im gesamten dicht bebauten Gebiet im Planfeststellungsabschnitt. Zudem ist als aktive Schallschutzmaßnahme das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) auf einer Gleislänge von 7,3 Kilometer vorgesehen. Die Planungen sehen derzeit für rund 190 Gebäude zusätzlich einen Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach vor. Insgesamt wird es nach dem Ausbau der Strecke durch die vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen leiser. Zum Schutz vor Erschütterungen sollen auf einer Gleislänge von 4,9 Kilometern „besohlte Schwellen“ sowohl in den bestehenden Gleisen wie auch im neuen dritten Gleis eingebaut werden.

Anders als in allen anderen Planfeststellungsabschnitten müssen im PFA 2.1 keine Bahnübergänge mehr beseitigt werden. Die drei bestehenden Eisenbahnüberführungen werden für das dritte Gleis erweitert bzw. erneuert. Der Haltepunkt Friedrichsfeld wird im Zuge des dreigleisigen Ausbaus barrierefrei und erhält zwei neue, modern ausgestattete Außenbahnsteige, die den bestehenden Mittelbahnsteig ersetzen. Eine besondere bauliche Herausforderung wird der Neubau und die damit verbundene Anhebung der Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal. Sie wird um ca. 1,7 Meter angehoben, damit künftig größere Schiffe den Bereich passieren können. Für das dritte Eisenbahngleis wird eine zusätzliche Brücke gebaut.

Klicken Sie auf das Bild, um sich die Schallsituation vor und nach dem Ausbau anzuschauen. 

Über den Erörterungstermin:

Der Erörterungstermin ist ein nicht-öffentlicher Termin. Zugelassen durch die Bezirksregierung als Veranstalter und Verhandlungsleitung sind die Träger öffentlicher Belange (z.B. Kommunen, Behörden, Verbände), die eine Stellungnahme eingereicht haben sowie all jene, die während der Offenlage oder der anschließenden zweiwöchigen Frist ihre Einwendungen schriftlich im Rathaus oder bei der Bezirksregierung eingereicht haben. Zudem sind von der Planung Betroffene zugelassen – sie haben allerdings im Erörterungstermin kein Rederecht. Ziel des Erörterungstermins ist es unter anderem, Transparenz für den Abwägungsvorgang zwischen den öffentlichen und den privaten Interessen herzustellen, den das Eisenbahn-Bundesamt im weiteren Verlauf des Planfeststellungsverfahrens bei seiner Entscheidung zugrunde legen wird. Damit will der Gesetzgeber Akzeptanz für die Entscheidung, aber auch für die bei der Planung leitenden Gedanken schaffen. Der Erörterungstermin soll auch den Einwendern die Möglichkeit geben, ihre Bedenken und Anregungen vorzutragen. Das ermöglicht der zuständigen Behörde den Antrag der Deutschen Bahn im Hinblick auf die Belange der Betroffenen zu prüfen, zu bewerten und ggf. zu verändern.

Die nächsten Schritte im Verfahren:

Nach dem Erörterungstermin wird die Deutsche Bahn auf Basis der vorgetragenen Argumente unstrittige Vereinbarungen in die Planungen einarbeiten und dafür ein sogenanntes Deckblatt erstellen, das sie dem Eisenbahn-Bundesamt übergibt. Dieses Deckblatt wird nach Prüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt der Bezirksregierung übergeben. Sollten die Änderungen im Deckblattverfahren einen großen Kreis an Betroffenen tangieren, kann die Bezirksregierung entscheiden, auch für das Deckblatt nochmals eine Offenlage und ggf. einen Erörterungstermin einzuberufen. Ist dies nicht der Fall, übergibt die Bezirksregierung die Unterlagen mit einer Stellungnahme dazu dem Eisenbahn-Bundesamt, das den Planfeststellungsbeschluss und damit das Baurecht erteilt. Das Eisenbahn-Bundesamt entscheidet im Rahmen des Abwägungsprozesses auch, ob aus den Stellungnahmen und Erwiderungen Auflagen für die Planung und Umsetzung entstehen.

Präsentation mit weiteren Informationen

Hier können Sie sich eine Präsentation mit weiterführenden Informationen zu den geplanten Maßnahmen im PFA 2.1 herunterladen. 

Hinweis für Redaktionen: Wir stehen Ihnen gerne für einen Redaktionsbesuch zur Verfügung und erläutern Ihnen ausführlich die Planungen sowie die Hintergründe des Verfahrens. Wir bitten Sie höflichst um Kontaktaufnahme mit Kirsten Verbeek, Tel. 0203/3017-2366, kirsten.verbeek@deutschebahn.com.

Zurück