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Blick auf das 3. Gleis zwischen (Alt-) Sonsfeld und dem Brahmelsgraben in Haldern.
18.05.2026

Zieleinlauf am Niederrhein: 80-wöchiger Baumarathon zwischen Emmerich und Oberhausen erfolgreich beendet

Es ist geschafft: Wir haben den 80-wöchigen Baumarathon auf der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen erfolgreich zum Abschluss gebracht. In den vergangenen vier Wochen hat das Projektteam auf der wichtigen Strecke am Niederrhein nochmal zahlreiche Arbeiten gebündelt und unter anderem fünf Brücken in Oberhausen und Dinslaken eingeschoben, die Bahnsteige am Haltepunkt Voerde fertig gebaut sowie die letzte Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal in Voerde-Friedrichsfeld mit Hilfe eines Schwimmkrans ausgehoben. Der Abschluss des intensiven Baumarathons markiert eine wichtige Zwischenetappe im Projekt: Zwischen Voerde und Dinslaken rollen die Züge nun erstmals auf drei Gleisen. 

Stefan Ventzke, Projektleiter für den dreigleisigen Ausbau zwischen Emmerich und Oberhausen: „Die letzten 80 Wochen waren für mich und mein Team eine einmalige Erfahrung. Ich bin sehr stolz auf alle Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Auftragnehmer, die bis zuletzt alles dafür gegeben haben, dass wir die Bauarbeiten pünktlich beenden konnten. Das gesamte Team hat sich jetzt erstmal eine kurze Pause zum Durchschnaufen verdient, bevor es für uns mit dem Tagesgeschäft weitergeht. Mein Dank gilt auch den Fahrgästen und den Anwohnenden entlang der Strecke. Dank ihrer Geduld und ihres Verständnisses konnten wir die letzten 19 Monate möglichst störungsfrei über die Bühne bringen.“ 

Ausblick: Weiteres Bauprogramm auf der Strecke

 

Der Abschluss des 80-wöchigen Baumarathons markiert eine wichtige Zwischenetappe im AusbauprojektSeit dem Spatenstich im Jahr 2017 haben wir 52 Kilometer Gleise neu bzw. umgebaut. Außerdem stehen bereits knapp zwölf Kilometer der neuen Schallschutzwände und 38 Kilometer der neuen Oberleitungsanlage. Zusätzlich haben die Teams auch insgesamt 62 Weichen erneuert und 45 Brücken entlang der Strecke erweitert bzw. neu gebaut. 

Auch nach dem Ende der intensiven Bauphase laufen die Arbeiten für den dreigleisigen Ausbau weiter. Im November 2026 werden die Bauleute während einer einwöchigen Sperrpause u.a. den neuen Brückenträger über die Weierstraße in Oberhausen einheben, die Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung an der Lippe abschließen und die Bahnübergänge Kerstenstraße und Schwarzer Weg in Emmerich zurückbauen.  

Ab 2027 werden die Bauarbeiten vorerst „unter rollendem Rad“, also außerhalb von Sperrungen der Bahnstrecke weitergeführt. Auch ohne Sperrzeiten wird das Team zahlreiche wichtige Meilensteine für den Ausbau erreichen. Dazu zählen beispielsweise die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes in Voerde-Friedrichsfeld, der Neubau des dritten Gleises zwischen Grenzstraße und dem Weseler Bahnhof sowie der Abschluss der Arbeiten an der Straßenüberführung Weierstraße und der „HOAG-Brücke“ in Oberhausen. Die sperrpausenrelevanten Arbeiten werden aktuell neu eingetaktet. 

Zugverkehr läuft stufenweise wieder an

Die Züge des Fern- und Güterverkehrs rollen seit heute Morgen wieder über die Strecke am Niederrhein. Die Züge des Nahverkehrs werden in Abstimmung mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen schrittweise wieder anrollen und zum Betriebsstart am Dienstag, 19. Mai wieder vollständig zwischen Oberhausen und Arnhem (NL) verkehren.