Ab 18. Mai 2026: Zugverkehr läuft stufenweise wieder an
Die Arbeiten auf der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen verlaufen weiter nach Plan. Seit Montag, 20. April (5 Uhr) ist die Strecke im Zuge des 80-wöchigen Baumarathons ein letztes Mal voll gesperrt.
Aktuell plant unser Projektteam weiter, die Bauarbeiten pünktlich am Sonntag, 17. Mai 2026 (23.59 Uhr) zu beenden. Die Züge des Fern- und Güterverkehrs können somit ab Montag, 18. Mai wieder über die Strecke am Niederrhein rollen. Die Züge des Nahverkehrs werden in Abstimmung mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen schrittweise wieder anrollen und zum Betriebsstart am Dienstag, 19. Mai wieder vollständig zwischen Oberhausen und Arnhem (NL) verkehren.
Während der aktuellen vierwöchigen Vollsperrung der Strecke setzt das Projektteam noch Arbeiten an diversen Punkten entlang der Strecke um. Dazu zählen neben weiteren Gleisbauarbeiten, um nach Mai 2026 wieder zweigleisig zwischen Voerde-Friedrichsfeld und Wesel fahren zu können, beispielsweise auch das Ausschwimmen der letzten Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal und die Inbetriebnahme der Eisenbahnüberführung an der Emmelsumer Straße in Wesel. Zusätzlich setzen die Fachleute auch in Oberhausen und Dinslaken den Einschub von fünf Brückenbauwerken um, schließen die Arbeiten an mehreren Personenunterführungen in Dinslaken ab und bauen die Bahnsteige am Haltepunkt Voerde fertig. In Rees-Haldern stehen Oberleitungs- und Kabelarbeiten für das dritte Gleis auf dem Programm, in Mehrhoog und Emmerich finden Kampfmittelsondierungen statt.
Der Abschluss des 80-wöchigen Baumarathons im Mai 2026 markiert eine wichtige Zwischenetappe im Ausbauprojekt: Seit dem Spatenstich im Jahr 2017 haben wir dann 52 Kilometer Gleise neu bzw. umgebaut. Außerdem stehen zu diesem Zeitpunkt bereits knapp zwölf Kilometer der neuen Schallschutzwände und 38 Kilometer der neuen Oberleitungsanlage. Zusätzlich werden auch insgesamt 62 Weichen erneuert und 45 Brücken entlang der Strecke erweitert bzw. neu gebaut sein. Zwischen Voerde und Dinslaken werden die Züge ab diesem Zeitpunkt erstmals auf drei Gleisen rollen. Zudem werden rund 60 Prozent der Ausbauarbeiten zwischen Voerde-Friedrichsfeld und Wesel zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen sein.